Geschichte der Altrheinklause

Die Altrheinklause existiert in ihrer jetzigen Form als Restaurant und Gartenwirtschaft seit 1978. An derselben Stelle gab es vor 60 Jahren nur einen wilden Campingplatz auf einem kleinen künstlichen Hügel. Der Hügel selbst war entstanden durch den Abraum oder Abfall einer Ziegelbrennerei, die hier im 19. Jahrhundert betrieben wurde. Als die Ziegelbrennerei gegründet wurde (18. Jahrhundert?) gab es noch keinen Rheindamm, die Abfälle der Ziegelbrennerei in Form von Schlackebrocken wurden vermutlich zentral auf einen Haufen geworfen. Daraus entstand im Laufe der Jahre der kleine Hügel wie er nun immer noch das Fundament der Altrheinklause bildet. Seit 1809 wurde im Zuge der Rheinbegradigung der Ausbau von Rheindeichen vorangetrieben.  Der Rhein hatte durch sein ständig wechselndes Flussbett und durch Hochwasser immer wieder enorme Schäden verursacht. Das schwere Hochwasser im Jahre 1816 schließlich führte zu gemeinsamen Arbeiten von Baden und Bayern, dabei wurden Durchstiche in Form von Kanälen gegraben, die Vertiefung der Kanäle überließ man der Erosionsarbeit des Rheins selbst. Der Altriper Durchstich im Jahre 1865 war der letzte.


In den 1960er Jahren fand sich auf dem Hügel neben einigen wilden Campingplätzen ein Getränkeverkauf  mit Hilfe von zwei Kühlboxen, Stangeneis und einigen Sonnenschirmen. Ignaz Frombold und Renate Frombold waren an den Wochenenden vor Ort und verkauften Getränke und Speiseeis an die Camper und Badegäste. Damals war das Rheinufer noch ein beliebter Badeplatz der Einheimischen. Wildes Zelten  war noch kein Problem und der kleine Hügel war ein idealer Ort, um schnell sein Zelt aufzubauen und die Natur zu geniessen.      

                

1968 haben Helmut und Marianne Lutz zunächst einen Kiosk auf dem kleinen Hügel erbaut. Der Kiosk mit Terrasse wurde schnell zu einem Magneten in der Region. Im Jahre 1978 wurde der Kiosk dann zum Restaurant mit 120 Sitzplätzen ausgebaut und bietet seither auch in der kalten Jahreszeit einen wunder-schönen Blick auf die Auenlandschaft und den Altrhein. Von 2011 bis 2016 bewirtschafteten Damianos Nikolaidis und Ioannis Xanthopoulos die Altrheinklause, nachdem dreißig Jahre lang Fofo und Jorgo Stratakis den Ort zu einer Oase der Erholung und des guten Essens gemacht haben. 


                                    Kupferstich von 1698          Blick von der Altrheinklause